Linville Gorge Wilderness

8 Tage auf dem legendärem Appalachian Trail (USA)

Der Appalachian Trail ist einer der längsten Wanderwege der Welt. Eine vollständige Begehung dauert Monate und da wir, wie die meisten, nicht so viel Zeit hatten begnügten wir uns mit einem Teilstück, das ausreichte uns einen Einblick zu gewähren.

Als Einstiegspunkt wählten wir ausgehend von Bristol, den Lake Watauga. Von dort führte uns unsere Route ostwärts bis wir auf der Höhe von Knoxeville, den Trail wieder verließen. Sicherlich ist diese Tour auch schneller möglich, allerdings ließen wir uns die Zeit und genossen in jeder Minute auf dem Trail. unser Teilstück des Weges führt uns vorbei an Sehenswürdigkeiten wie den Hot Springs und auf Berggipfel wie den Mt Guyton. Die Hot Springs sind auch gleichzeitig der Name eines Ortes und liegen wie der größte Teil unseres Weges in North Carolina. Die Hot Springs sind die einzigen bekannten heißen Quellen im ganzen North Carolina. Nach mehreren Tagen auf dem Weg waren die heißen Quellen, die heutzutage in privat Besitz sind, eine wahre Wohltat. Ganz in der Nähe lohnt sich  ein kleiner Umweg auf den so genannten Fire Tower auf dem Rich Mountain führt und eine spektakuläre Aussicht über die Landschaft bietet. ebenfalls ganz in der Nähe und auch einen Umweg wert, ist der so genannte Max Patch Bald,  der ein beeindruckendes 360° Panorama bietet. von dort ergeben sich beeindruckende Ausblicke auf den Mt. Mitchell und die Great Smoky Mountains im Westen. Wir sind morgens zum Max Patch Bald gestartet und erholten uns abends in den Hot Springs.

Der Pisgah National Forstet, durch den der meiste Teil unseres gewählten Teilstückes geht, beheimateten mehrere Berge über 1000 m und einige dieser Gipfel Lagen auf unserer Route. Von vielen dieser Gipfel hat man wunderschöne Aussichten über ganz North Carolina. . Allerdings sollte man nicht den Fehler wie mir machen und  auf Teufel komm raus einen Zeltplatz mit wunderschöne Aussicht wählen, und dabei ignorieren das ein Zelt bei starken Windgeschwindigkeit ziemlich leiden kann. Insgesamt mussten Höhenunterschieden von mehreren 1000 m überwinden. Die Gesamtstrecke unseres Weges waren knapp über 300 km.

Abschließend  noch ein Paar allgemeine Informationen:

  • Generell brauch man für den Appalachian Trail keine Genehmigung und muss auch keinerlei Gebühren bezahlen.
  • Es empfiehlt es sich ein eigenes Zelt mitzubringen, allerdings gibt aber auch so genannte Backcountry Shelters, in denen man Unterschlupf finden kann. Wer keine Lust hat jeden Tag Zeit mit dem Auf- und Abbau seines Zelts zu verbringen sei unser Wurfzelt Test ans Herz gelegt. Diese bestehen typischerweise aus drei Wänden, einem Holzboden und einem Metalldach. Zu beachten ist, dass diese nicht genug Platz für große Gruppen bieten. Manche dieser muss man im voraus buchen und gerade in der Hauptsaison sollte man sich nicht darauf verlassen dort Platz zu finden.
  • Lagerfeuer sind nicht gern gesehen und wenn es geht sollte man darauf verzichten, da der Trail so viel besucht wird und wenn jeder Feuer macht eine Menge Vegetation absterben würde. Auch mit Campingkochern sollte man sehr vorsichtig hantieren, da in vielen Gebieten akute Waldbrandgefahr herrscht.
  • Wir hatten keinerlei Probleme mit wilden Tieren wie Bären oder Schlangen, allerdings ging  das anderen Wanderern auch schon anders und man sollte stets auf der Hut sein und sich ausführlich informieren, bevor man sich auf den Weg macht.

PS: Bei Wikipedia gibt es eine tolle Karte des ganzen Trails auf der auch wir unser Teilstück heraus gesucht haben.

PS:PS: Alle die gerne noch weiter über den Appalachian Trail lesen möchte sein dieser Reisebericht von National Geographic ans Herz gelegt, der auch uns zu unserer Tour inspirierte.

 

 

 

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