Was du für deine erste Trekkingtour in Skandinavien wissen solltest

  • Was das Wandern im Norden Europas so reizvoll macht ist, dass es hier noch echte unberührte Wildnis gibt. Außerdem ist die Bevölkerungsdichte so gering dass man mehrere Tage durch unberührte Natur laufen kann ohne einer Menschenseele zu begegnen. Nirgendwo sonst in Europa kann man auf dem Gipfel eines Berges nicht sehen außer Wildnis. Jedoch erfordert eine jede solche Touren auch ein gewisses Maß an Vorausplanung.
  • Obwohl es in Skandinavien in der Regel in nahezu jedem Gebiet Regeln und selige saubere Wasserquellen gibt, sollte man trotzdem auf Nummer sicher gehen und ein System zur Wasseraufbereitung mitnehmen.  Eine Vergiftung durch beispielsweise ein totes Tier weiter oben im Flusslauf  kann weit ab von jeglicher Zivilisation schnell gefährlich werden.  Die  leichteste Variante ist dabei sicherlich Chlortabletten. Allerdings schmeckt das Wasser dadurch nach Chlor und deswegen kann es sich auch lohnen einen Wasserfilter mitzunehmen. Wie generell gilt die Regel dass nur fließendes Wasser sicher ist Wasser ist.
  • Man darf in Skandinavien wirklich überall Zelten solange man 500m Abstand von allen Siedlungen Straßen und Häusern einhält. Außerdem verlangen Wanderhütten oftmals eine kleine Gebühr wenn man in Ihrer Nähe Zelten und die sanitären Anlagen mitnutzen möchte. Eine Ausnahme hierbei ist Dänemark wo das Jedermannsrecht nicht gilt. In Island gibt es auch kein Jedermannsrecht allerdings wird das Wildzelten toleriert. Generell sollte man nicht länger als 2 Tage am selben Ort Zelten und stets all seinen Müll und Abfall wieder mitnehmen.
  • In den meisten Wandergebieten gibt es eine Vielzahl von Wanderhütten an denen man Snacks einkaufen kann. Allerdings sollte man hierzu immer stets genug Bargeld in der passenden Währung mit sich führen Wanderhütten in der Regel keine Kartenzahlung akzeptieren.
  • In Skandinavien gibt es noch viele Gebiete in den man keinen Handyempfang hat. Deshalb sollte man vorher unbedingt einer anderen Personen mitmitteilwann man losgeht und wann man geplant hat zurückzukehren. So kann im Notfall ein Suchtrupp losgeschickt werden wenn per Handy keine Hilfe angefordert werden kann.
  • Allerdings sollte man sich nicht allzu viele Sorgen vorher machen denn die meisten Gebiete Skandinaviens sind auch für Anfänger geeignet. Jeder sollte man Grundfähigkeiten wie das Lesen einer Karte und ein gewisses Maß an Trittsicherheit mitbringen. Außerdem empfiehlt es sich vor einer mehrtägigen Tour in Skandinavien den vollständig gepackten Rucksack auf Tagestouren in Deutschland zu testen. Generell gilt die Grundregel je leichter das Gepäck desto größer der Spaß beim Wandern. Allerdings sollte man verständlich nicht anprobieren und sparen und lieber ein paar Tafeln Schokolade als Reserve mitnehmen um auf Nummer sicher zu gehen.
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  • Auf den meisten Wegen gibt es in Skandinavien Abschnitte mit reichlich Wasser. Hier empfiehlt es sich passendes Schuhwerk und eventuell Wanderstöcke mitzunehmen um diese Passagen trocken und sicher zu überqueren zu können. Außerdem ist das Wetter im Norden unberechenbarer als in Mitteleuropa und deswegen sollte man stets auf Regen vorbereitet sein. Neben einem Regenschutz für den Rucksack sollte man also auch darauf achten das beispielsweise die Kamera wasserdicht verpackt ist.
  • Die beste Zeit um nach Skandinavien zu reisen ist von Anfang Juni bis Oktober. Im April sind nämlich die Tage noch etwas zu kurz und im November wird es schon sehr kalt.  Am wärmsten ist es im Juli und am schönsten ist es im September und Oktober wenn alle Blätter in bunten Farben leuchten und die Sonne außerdem tief am Himmel steht. Außerdem ist im Herbst die Wahrscheinlichkeit Polarlichter beobachten wir können am kosten.
  • Zur Orientierung sollte man sich schon frühzeitig Wanderkarten für die geplanten Regionen anschaffen.
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Ein Kommentar

  1. Wenn Du menschenleere Gegenden erwähnst, wo man in Europa Tagelang wandern kann und Bergspitzen, von denen nichts außer Natur zu sehen ist, vorkommen, würde ich UNBEDINGT Albanien und Mazedonien, Rumänien und Bulgarien vorschlagen. Auch die hohe Tatra und vor allem auch Island. Nicht ganz so groß wie Norwegen, doch mindestens so schön. Ich finde es sogar erheblich reizvoller, weil man auch Bären und Wölfen begegnen kann und ab und zu auch extrem netten Menschen auf extrem abgelegenen Bauernhöfen oder winzige Dörfer in denen die Zeit im Jahre 1850 stehen geblieben ist. Architektonisch wie technisch. Wo die Leute noch Tracht tragen und wirklich freundlich und großzügig sind. Auch wenn sie kein Englische sprechen. Nur mal so als Tip. Dort Offroad unterwegs zu sein, egal ob zu Fuss oder mit z.B. Land Rover ist einfach unglaublich schön. Dort gibt s Gegenden, die sich hinter dem Grand Canyon oder Zion Nationalpark auf keinen Fall verstecken müssen. Im Gegenteil, sie sind menschenleer, absolut urwüchsig und wild. Und überall gibt es Trinkwasser in Bächen und Flüssen. Europa ist größer als Du schreibst 😉

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