Zelt Test

Name
Platz für
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Packmaß ca.
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Zum Test
Quechua - 2 Seconds II
2 Personen2,7 kgØ 65 cm (Kreis) Klick
Grand Canyon Cardova
1-2 Personen2 kg 62 x 18 cmKlick
High Peak Nevada3 Personen3,98 kg51 x 16 cmKlick
Coleman Zelt Crestline2 Personen2.6 kg56 x 13,5 cmKlick
SALEWA Micra Ii2 Personen2,4 kg40 x 20 x10 cmKlick

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Die meisten der Zelte in der Tabelle oben sind auch in Ausführungen für 3 oder 4 Personen erhältlich. Aus Gründen der Vergleichbarkeit beschränken wir uns hier auf 2-3 Personen Zelte.

Die wichtigsten Kriterien bei einem Zelt Test sind die Stabilität, das Gewicht, das Packmaß, und der Preis. In der Regel gilt je geringer das Gewicht, je kleiner das Packmaß,  und je stabiler desto höher der Preis. So muss man sich zunächst Gedanken darüber machen welche Anwendungsgebiete man für das Zelt vor Augen hat und wie groß das eigene Budget ist.

Außerdem ist es bei einem Zelt Test wichtig darauf zu achten, dass man nur Zelte miteinander vergleicht, die für das gleiche Einsatzgebiet konzipiert sind. Andernfalls vergleicht man Äpfel mit Birnen und kommt zu keinem aussagekräftigem Ergebnis.

Deswegen ist die erste Entscheidung die man treffen muss, wenn man sich ein neues Zelt kaufen möchte, der Zelttyp. Damit sie eine qualifizierte Entscheidung treffen können findem Sie im dem folgenden ausführliche Informationen zu den unterschiedlichen Zeltarten.

Im Allgemeinen unterscheidet man 5 Zelttypen die für unterschiedliche Einsatzgebiete gedacht sind. In der folgenden Abbildung sind diese schematisch dargestellt sind.

Zelttypen

Geometrie typischer Trekkingzelte: 1. Geodät, 2. Kuppelzelt, 3. Tunnelzelt, 4. Firstzelt, 5. Pyramidenzelt
„Tents“ von Dontpanic – Eigenes Werk. Lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0-2.5-2.0-1.0 über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tents.jpg#mediaviewer/Datei:Tents.jpg

 

Die gebräuchlichsten modernen Zeltformen für den Einsatz bei Trekkingstouren sind dabei 1, 2 und 3, wohingegen 4 und 5 eher seltener zum Einsatz kommen, oder nur für Gruppenreisen und Spezialfälle interessant sind. Im folgenden wollen wir auf die einzelnen Zelttypen genauer eingehen und ihre Vor- und Nachteile vorstellen. Dabei arbeiten wir uns durch die Abbildung von links nach rechts.

1. Geodät Zelt

Geodäten Zelte sind entwickelt für extremes Wetter und extreme Bedingungen. Welche dieser Bauart kommen in Basislagern oder auch bei Expeditionen selbst zum Einsatz. Durch ihre besondere Bauform kann man mit einem solchen Zeit auch an Standorten ohne Windschutz zelten.

die besondere Anordnung der Querverbindung macht Geodäten Zelte besondern sturmstabil. Darüber hinaus verfügen die Zelte dieser Bauart über ein angenehmes Volumen im Inneren. Dieser Kompromiss gehört zu den schwersten Aufgaben der sich Zeltbauer stellen müssen, da ja, je größer die Zeltaußenfläche ist, die Gefahr durch Sturmschäden größer wird. Jedoch kann man es in einem kleinen Zelt kaum längere Zeit aushalten und die Geodäten Form ist exakt mit diesem Kompromiss im Hinterkopf entwickelt worden.

Durch die vielen Querverbindungen ist der Aufbau eines solchen Zeltes alles andere als einfach und benötig auch mit viel Erfahrung einiges an Zeit. Darüber hinaus sollen die vielen Zeltstangen für ein hohes Gewicht des Zelts, allerdings ja auch für die enorme Stabilität. Eine weitere Besonderheit dieses Zelttyps ist, dass solche Zelte auch ohne Abspannseile stabil stehen. Das ist besonders wichtig beim Einsatz auf Expedition oder auf Campingplätzen mit sehr wenig Platz.

Einen guten Eindruck von dieser Art Zelt bekommt man durch folgendes Werbevideo von Salwea:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieser Zelltyp vor allem für extreme Einsätze gedacht ist, bei denen nicht sonderlich auf das Gewicht geachtet werden muss oder die Stabilität des Zelts es im Vordergrund steht.

2. Kuppelzelt

Kuppelzelte sind ideale Einsteigermodelle, die für eine Vielzahl von Anwendungen geeignet sind. Der Aufbau eines Kuppelzelts geht schnell und ist ohne viel Erfahrung problemlos möglich. Um das Zelt abzuspannen sind nur wenige Handgriffe nötig und meistens steht das Zelt nach wenigen Handgriffen vernünftig da. Des weiteren braucht dieser Zelttyp nur eine geringe Fläche, so dass man auch in Regionen in den ebenen Fläche rar ist problemlos einen Zeltplatz findet.

Auf der Minusseite stehen allerdings das kleine Volumen und das hohe Gewicht solcher Zelte. Allerdings sind Zelte dieser Bauart deutlich leichter, da sie meistens nur mit zwei Stangen auskommen, als Geodäten Zelte. Trotz der der zwei Stangen ist diese Bauform selbsttragend und die Abspannleinen stellen nur einen zusätzlichen Schutz dar. Für kürzere Trekkingstouren sind Zelte dieser Bauart bestens geeignet.

Kuppelzelte sind oftmals die günstigste Variante und für die meisten Anwender bestens geeignet.

Einen guten Einblick in den Aufbau und den Verwendungszweck solcher Zelte gibt es im folgendem Video

 

Zusammenfassend ist dieser Zelttyp für Einsteiger wie auch für Profis geeignet, die in bergigen Regionen oder auf Campingplätzen zelten wollen.

3. Tunnelzelt

Tunnelzelte sind extrem leicht aufzubauen und bieten bei geringem Gewicht sehr viel Volumen. Dies wird erreicht durch die besondere Bauform, wie das optimale Verhältnis von Gewicht zu Volumen liefert. Allerdings ist diese Zeitform anfällig gegenüber von Wind, sollte es nicht optimal abgespannt sein, was einiges an Übung erfordert. Sollte nämlich der Wind drehen und das Zelt von der Seite treffen kann es zum deutlich spürbaren Flattern des Zeltes kommen. Darüber hinaus ist ein solches Zelt zwar leicht aufzubauen wann nicht sonderlich leicht abzuspannen. Aufgrund der Windanfälligkeit sollte man sich bei diesem Zelttyp mehr Zeit nehmen, die Abspannseile sorgfältig zu platzieren und festzuziehen.

Einen Einblick in die mit dem Aufbau eines solchen Zelts verbunden Arbeit gibt dieses Video:

Dieser Zelttyp ist besonders geeignet für den Einsatz im Ebenen Gelände, beispielsweise auf langen Trekkingstouren durch Skandinavien.

4. Firstzelt

Firstzelte gehören sicher zu den ersten modernen genutzten Zelten, allerdings ist diese Zeltform nicht mehr konkurrenzfähig mit den drei zuvor hier vorgestellten Bauformen. Firstzelte sind instabiler als andere und werden kaum noch bei Trekkingstouren eingesetzt. Anwendung finden Sie allenfalls beim Campen von größeren Gruppen und wenn man sich sicher ist, dass das wird auf jeden Fall schön bleibt.

5. Pyramidenzelt

In letzter Zeit ein Comeback erlebte das Pyramidenzelt, da diese Zeltform durch ihren extrem einfachen Aufbau ein minimales Gewicht ermöglicht. Da immer mehr Wanderer Wert auf das Gewicht auf ihrem Rücken legen rückt das Pyramidenzelt, dass nur mit einer Zeltstange auskommt in den Fokus. Besonderen Anklang findet diese Bauform unter Anhängern der so genannten Ultralight Bewegung, die das Wandern mit minimalen Gewicht auf dem Rücken auf die Spitze treiben.

Diese Art von Zelt erinniert an Indianerzelte, auch als Tipis bekannt. Ein solches Zelt besteht aus einer Stange für die Mitte, Heringen und einer Zeltplane. Minimalismus in Zeltform sozusagen. Allerdings handelt es sich hierbei um eine Nischenerscheinung, da der korrekte Aufbau einiges an Erfahrung erfordert.

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