Isomatten Test

 
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Die Hauptkriterien bei einem Isomatten Test sind wie bei den meisten Outdoor Gegenständen das Gewicht und der Preis. Ein für Isomatten spezielles Qualitätsmerkmal ist darüber hinaus der Liegekomfort, wie gut man also auf der Matte auch schlafen kann. Denn am leichtesten und billigsten wäre es natürlich wenn man auf dem Boden schlafen würde, jedoch möchte man das natürlich auch nicht.

Ein weiteres Kriterium ist die Wärmeisolierung. Neben der Aufgabe den Boden bequemer zu machen, ist eine Hauptaufgabe von Isomatten den menschlichen Körper von unten her vor Kälte zu schützen. Für den restlichen Teil des Körpers ist hierfür der Schlafsack verantwortlich, allerdings kann dieser nicht von unten werden, da im Schlafsack liegende Mensch das Füllmaterial zusammen drückt, so dass sich keine Luft dort sammeln und erwärmt werden kann. Ein Schlafsack wärmt nämlich ausschließlich durch die Luft zwischen dem Füllmaterial. Daher kommt ja auch der Name Isomatte, wobei das Iso für Isolieren steht.

Gut für Käufer sie sich informieren wollen ist, dass dass eine Norm gibt die angibt wie gut ein gegebenes Objekt Wärme isolieren kann. Diese Norm heißt R-Wert, wobei die Bezeichnung aus der Physik geborgt ist und R für Resistance, englisch für Widerstand, steht. Die korrekte Fachbezeichnung lautet Wärmedurchgangskoeffizient, was ganz gut beschreibt was damit gemeint ist. Vergleichbar ist diese Idee mit den elektrischen Widerstand der angibt wie leicht elektrischer Strom durch ein Material fließen kann. Der R-Wert an wie leicht Wärme durch das Material abfließen kann. Je größer der R-Wert, desto schlechter kann Wärme durch das Material fließen und desto besser schützt die entsprechende Isomatte vor Kälte.

Eine sehr einfache Möglichkeit den R-Wert eine Isomatte zu erhöhen ist diese dicker zu machen, da dann die Wärme schlechter abfließen kann. Allerdings muss man immer daran denken, dass die meisten vorhaben ihre Schlafmatte auf dem Rücken zu tragen und eine dickere Matte nicht nur ein größeres Packmaß, sondern auch ein höheres Gewicht bedeutet. Viele Isomattenhersteller geben den R-Wert ihres Produkts an, so dass Sie selbst entscheiden können vor welchen Temperaturen ihre Isomatte sich schützen soll. Zur Orientierung dient folgende Auflistung

  • R-Wert 1    bis + 7 °C
  • R-Wert 2    bis + 2 °C
  • R-Wert 3    bis – 5 °C
  • R-Wert 4    bis – 11 °C
  • R-Wert 5    bis – 17 °C
  • R-Wert 6    bis – 24 °C

Quelle: therm-a-rest

 

Heutzutage gibt es drei unterschiedliche Arten von Isomatten, deren Vor- und Nachteile wir im folgenden vorstellen möchten.

Schaumstoffmatte

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Der Klassiker und die billigste Option sind einfache Matten aus Schaumstoff. Diese zeichnen sich aus durch leichtes Gewicht, ihre Robustheit um den günstigen Preis. Defizite dagegen haben sie in Sachen Schlafkomfort. Das gebräuchlichste Material ist Polyethylen und abgesehen davon, dass viele einer Nacht auf einer Schaumstoffmatten als unbequem empfinden, finden viele das Material Polyethylen nicht besonders einladend. Auch innerhalb des Segment der Schaumstoffmatten gibt es starke Unterschiede. Die billigsten Matten sind einfach nur ein Stück Polyethylen, wohingegen bessere ausgefeilte Formen mit beispielsweise rechteckigen Zellen haben, den Komfort erhöhen und besser vor Kälte schützen sollen. In den so entstehenden Hohlräumen zwischen den einzelnen Zellen kann sich nämlich Luft sammeln, die den Körper dann zusätzlich von unten vor Kälte schützt. Vergleichbar ist diese Idee mit der Bauweise eines Eierkartons.

Eine weitere Variation ist die Matte mit Metall zu bedampfen um die isolierte Fähigkeit erhöhen. Allerdings empfinden viele dies beim Schlafen als unangenehm.

Neben dem günstigen Preis ist eines der größten Pluspunkte dieser Art von Isomatte, dass sie nahezu nicht kaputt zu kriegen sind. Deswegen eignen sich auch für ausgedehnte Touren, bei der die Zuverlässigkeit der benutzten Ausrüstung eine wichtige Rolle spielt.

Selbstaufblasende Isomatte

selbstaufblasende Isomatte

„Self-inflating mat“ von Pierrelagrange – Eigenes Werk. Lizenziert unter Creative Commons Attribution 3.0 über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Self-inflating_mat.jpg#mediaviewer/Datei:Self-inflating_mat.jpg

Selbstaufblasende Isomatten bestehen ebenfalls aus Polyethylen, das aber von einer luftdichten Tuchhülle umhüllt wird. Das sich in der Hülle befindende Material kann zusammen gedrückt werden, was sowohl das Volumen als auch das Gewicht verringert. Das wichtigste Merkmal solcher Matratzen Ist ein Ventil, mit dessen Hilfe Luft in den Schaumstoff gelassen werden kann oder eben auch heraus gepresst werden kann wenn man unterwegs ist. Durch das zusammen rollen beim Packen wird die Luft aus dem Schaumstoff heraus gepresst und das Volumen der entsprechenden Matte verringert sich dramatisch. Solche selbstaufblasenden Isomatten zeichnen sich durch ihren hohen Liegekomfort und ihre sehr gute Wärmeisolierung aus. Dadurch dass das Volumen der Matte durch das Herauspressen der Luft verringert werden kann, wird das oben beschriebene Problem, dass man eigentlich die Matte so dick wie möglich machen möchte, allerdings durch Einschränkungen hinsichtlich der Mobilität gezwungen ist sie dünn zu halten, gelöst.

Solche Matten heißen selbstaufblasend, da sie sobald das Ventil geöffnet wird dramatisch an Volumen gewinnen. Schließt man anschließend das Ventil kann sie so in die Hülle geströmte Luft nicht wieder austreten und der menschliche Körper liegt bequem auf einem Luftbett. Nachteile sind allerdings, dass solche Matten im Falle eines Lochs in der Hülle ihre Isolierfähigkeit und ihren Liegekomfort nahezu komplett verlieren. Gerade beim Zelten in steinigen Gebieten, sollte man dieses Risiko stets im Auge behalten. Gut gewappnet für solche Fälle ist man, wenn man stets ein Flickenset dabei hat.

Die Standardwerte einer solchen selubstaufblasenden Isomatte sind

  • Maße: 180 cm x 50 cm
  • Gewicht 400-800 g, wobei es auch deutlich schwerer Modelle gibt, für Leute die mehr Wert auf Schlafkomfort legen
  • Dicke: 4 cm

 

Luftmatrazen

Lange Zeit verpönt für den Einsatz auf ausgedehnten Wandertouren, erleben Luftmatratzen in letzter Zeit durch das Aufkommen von Hightech Luftmatratzen ein echtes Comeback. Normale Luftmatratzen schützen nur schlecht vor Kälte und besitzen einen eher geringen Liegekomfort, da man bei den leichtesten Bewegungen im Schlaf stark Hin und Her schwankt.

Im Gegensatz zu gewöhnlichen Luftmatratze besitzen die neusten Entwicklungen speziell für den Outdoor Einsatz eine Daunen Füllung, was die Wärmeisolierung dramatisch erhöht. Darüber hinaus wird die Außenhülle aus strapazierfähigem Laminat gefertigt, was das Risiko von Löchern minimieren soll.
Solche Hightech Matten bieten die beste Wärmeisolierung und den höchsten Liegekomfort. Darüber können sie extrem klein verpackt werden und haben dabei im Vergleich zu den anderen Arten ein geringes Gewicht. Ein Nachteil ist natürlich, dass solche Matten aufgepumpt werden müssen, bevor man auf ihn schlafen kann. Jeder der das schonmal im Schwimmbad einer gewöhnlichen Luftmatratze erledigt hat weiß wie nervig das sein kann, sofern man keine Pumpe dabei hat. Da die wenigsten bereit sind aus Platz und Gewichtsgründen eine zusätzliche Pumpe mitzuschleppen werden viele dieser neuartigen Matten mitausgeliefert oder aber der Packsack kann als Luftpumpe verwendet werden.

Zusammenfassung

  • Geht man nur gemütlich ein paar Tage auf einem Zeltplatz campen oder fährt sogar mit dem Auto an, spielt das Gewicht sicherlich keine Rolle und der Liegekomfort steht im Vordergrund. Das optimale Modell für diesen Verwendungszweck ist eine dicke (10 cm) selbstaufblasende Isomatte. Diese bietet das beste Preis Komfort Verhältnis, sofern das Gewicht der Matte keine Rolle spielt.
  • Bei Trekkingstouren steht an erster Stelle das Gewicht und das Packmaß. Bei Touren außerhalb des Sommers muss zudem auf die Isolierleistung geachtet werden. Deshalb eignen sich für den Einsatz auf Trekkingstouren  dünne (4cm) selbstaufblasende Isomatten oder sofern man sehr kalte Temperaturen erwartet eine Luftmatratze mit Daunen-Füllung.
  • Auf Expeditionen mit extremen Bedingungen steht die Zuverlässigkeit der Matte an erster Stelle, dein Versagen der Schlafunterlage schnell lebensbedrohlich werden kann. Selbstverständlich ist für diesen Einsatzzweck auch das Packmaß, die Wärmeleistung, und das Gewicht wichtig. Aus diesem Grund eignen sich hier am besten Schaumstoffmatten mit Waffelstruktur oder auch sofern das Risiko überschaubar ist eine Luftmatratze mit Daunen-Füllung.

*Alle Preise verstehen sich inkl. gesetzlicher MwSt. Die Versandkosten können von der gewählten Versandart abhängen. Die Preise und Versandkosten basieren auf den Angaben der Anbieter und werden automatisiert einmal am Tag aktualisiert. Dadurch kann vereinzelt der angezeigte Preis vom Preis des Anbieters abweichen. Maßgeblich ist der tatsächliche Preis, den der Anbieter zum Zeitpunkt des Kaufs auf seiner Website angibt. 

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